#30: Staffel 1: Rückblick & Highlights

Shownotes

Staffel 1 ist komplett und die Pinguine im Cockpit Stephan Kowalski und Cathleen Vogel blicken zurück auf die zentralen Podcastthemen rund um gute Führung. In den vielen Folgen standen Selbstmanagement, motivierende Kommunikation und Teamentwicklung im Mittelpunkt. Dabei erinnern sie an wichtige Erkenntnisse und Methoden, die Führungskräften helfen können, ihre Fähigkeiten zu verbessern und effektiver zu kommunizieren. Die Episode endet mit einem Ausblick auf die zweite Staffel und der Einladung an die Hörer, ihre Wünsche und Themenvorschläge einzubringen.

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Das Podcasten hat Stephan Kowalski ebenfalls neue Blickwinkel und Optionen eröffnet.So bietet er inzwischen selbst erfolgreich Podcasts für Führungskräftetrainings an.

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Mehr Informationen zum Führungstraining von Cathleen Vogel und Stephan Kowalski finden Sie unter www.kulturgut.training

Hosts & Führungskraft-Experten:

Cathleen Vogel und Stephan Kowalski, Inhaber der Kulturgut Beratung und Training GmbH https://www.kulturgut.training/ https://www.linkedin.com/in/cathleen-vogel-5750a31b0/?original_referer=https%3A%2F%2Fwww%2Egoogle%2Ecom%2F&originalSubdomain=de

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Der Podcast ist eine Produktion von Studio Venezia – the podcast company: www.studiovenezia.de

Transkript anzeigen

00:00:01: Willkommen an Bord von Pinguine im Cockpit.

00:00:04: Lizenz zum Führen.

00:00:06: Hier nimmt sie Stefan Kowalski mit auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen des modernen Führens.

00:00:12: Ob als Kapitän im Cockpit oder mit den Flügeln in der Chefetage.

00:00:16: Gemeinsam heben wir ab und erkunden neue Perspektiven auf Führung, Unternehmenskultur und Transformation.

00:00:24: Anschneiden und bereit machen zum Start.

00:00:26: Denn hier geht's um mehr als nur den Horizont.

00:00:33: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcastes Pinguine im Cockpit, Lizenz zum Führen.

00:00:38: Ja, mit meiner lieben Kollegin Kathleen.

00:00:40: Hallo, Kathleen.

00:00:40: Hallo, Stefan.

00:00:41: Geburtstagsfolge.

00:00:43: Ja, genau.

00:00:44: Nummer dreißig.

00:00:45: Also, volljährig sind wir ja schon lange, aber jetzt haben wir Folge dreißig.

00:00:49: Und wir haben gesagt, das ist das Ende unserer ersten Staffel tatsächlich.

00:00:53: Also, das heißt, schon so ein kleiner, wie sagt man, ein kleiner Break mal in unserer Podcasterei.

00:01:00: Das ist fast schon ein bisschen traurig, aber Zeit vergeht eben so schnell und von daher können wir uns ja dann auch freuen, was wir in der zweiten Staffel machen.

00:01:08: Genau.

00:01:09: Wir haben gesagt, die erste Staffel soll ja mal so einen Überblick liefern über die Instrumente, die wir in unserem Führungstraining verwenden.

00:01:15: Wir haben das ja versucht, mit so ein paar Beispielen zu machen.

00:01:18: Und ich dachte, vielleicht ist es jetzt nochmal gut, auch so am Ende dieser ersten Staffel mal so eine Art Zusammenfassung zu machen.

00:01:24: Was sind so die wichtigsten Aspekte?

00:01:27: Denn wir haben in unserem Training insgesamt so drei große Überschriften oder Blöcke, die wir auch in unserem Training genauso verwenden und die wir versucht haben, auch in unserem Podcast immer rüberzubringen.

00:01:37: Und da dachte ich, vielleicht aus jedem Block mal so die wichtigsten zwei, drei Sätze zu sagen oder die wichtigste Erkenntnis.

00:01:45: Also einmal vielleicht erst mal, was sind das für Blocke, bitte, Kathleen?

00:01:48: Ja, ich hoffe, ich erzähle jetzt kein Quatsch.

00:01:50: Also in meinen Augen geht es im Kern um Selbstmanagement oder Selbstführung.

00:01:56: Es geht um motivierende Kommunikation und gelingende Kooperation.

00:02:01: So würde ich die drei Teile auch immer bezeichnen wollen.

00:02:03: Genau, also das erste ist immer die selbst, ja es ist genau richtig, die Selbststeuerung, die selbst Entwicklung, ja also das, wie komme ich als Führungskraft mit mir selber gut zurecht.

00:02:13: Das nächste ist dann so die Entwicklung und Gespräche mit einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

00:02:18: und das dritte, ich finde auch die vierigste Ebene tatsächlich ist das Team.

00:02:22: Wie kann man eigentlich ein Team entwickeln?

00:02:25: und lass uns das nochmal kurz zusammenfassen.

00:02:28: Was ist so?

00:02:28: und ich sage gleich mal, was ist vielleicht aus meiner Sicht das, aber was ist so aus deiner Sicht im Bereich Selbststeuerung?

00:02:33: das Wichtigste, was du versuchst, so einem deiner Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitzugeben?

00:02:38: Naja, ich finde, die Frage, um die sich am Anfang erstmal alles drehen sollte, ist die so des eigenen Anspruchs.

00:02:44: Also ich versuche immer so mit zu Kerngedanken in den Bereichen zu arbeiten und da finde ich es beim Selbstmanagement, die der Kerngedanke wie will ich sein?

00:02:53: Also es klingt so, es klingt so simpel, aber sich tatsächlich zu überlegen, was zeichnet mich aus, was soll mich auszeichnen, Blick auf eigene Ressourcen zu werfen?

00:03:01: Also... Wir haben uns über Werte unterhalten, das passt da gut rein in den eigenen Anspruch, vielleicht auch einen anderen Blick auf die eigenen Bedürfnisse zu richten, womit habe ich es eigentlich zu tun.

00:03:11: Also, was ist mein Beitrag?

00:03:12: Wie kann ich dazu kommen, eben eine Situation aus meiner Situation herauszusehen, aber eben nicht meine Meinung zur allumfassenden Wahrheit zu machen?

00:03:23: Vielleicht so wirklich zu bezeichnen wollen.

00:03:25: Ja,

00:03:25: und da hatten wir so einen Satz, den ein Teilnehmer bei mir im Films wenig mal so geprägt hatte, der es ja wahnsinnig gut zusammenfasst, oder?

00:03:31: Absolut.

00:03:32: Ja, also die Frage, was würde jetzt, wenn ich mich frage, was würde der bessere Stefan in dieser Situation tun?

00:03:38: Also in einer Situation, die schwer ist, versuche ich mich an meinen Anspruch zu erinnern und da ist diese eine Frage, finde ich wirklich großartig.

00:03:44: Absolut, genau.

00:03:46: Also, finde ich sehr gut.

00:03:48: Also für mich ist so das zentrale Thema, mir ist natürlich das Thema Werte sehr wichtig, aber ich finde, es gibt so eine zentrale Fähigkeit, die finde ich am Anfang sehr schwer zu trainieren, das überhaupt erst mal zu verstehen, nämlich die Fähigkeit in einen Abstand zu sich selber zu kommen.

00:04:04: Eine beobachtende Haltung einzunehmen.

00:04:06: Also rauszukommen aus diesem reflexartigen Verhalten, dass auf einen Impuls automatisch eine Reaktion von mir passiert, sondern dass es mir gelingt zwischen einem Träger, so nennen wir das ja auch manchmal in meinem automatischem Innenleben, also irgendeinem Gedanke, Gefühl oder Impuls, das der mir entsteht.

00:04:24: Und der Reaktion, also meinem Verhalten darauf hin, da eine Pause zwischenzulegen.

00:04:29: Also das ist, glaube ich, eine Fähigkeit, die zu trainieren unglaublich hilfreich ist, oder?

00:04:33: Absolut.

00:04:34: Und ja, nicht so ganz banal.

00:04:38: Aber ja, ist wahnsinnig wirkungsvoll in jedem Fall.

00:04:41: Genau und das ist so also diese Fähigkeit zur Entkoppelung man nennt das den Fachbegriff die Diffusion, also diese Entschmelzung, weil das oft als so ein, ja wie soll man sagen, Automatismus wahrgenommen wird von den Führungskräften.

00:04:56: Es passiert etwas und ich reagiere vielleicht auch sehr emotional und dann mache ich sofort irgendwas.

00:05:01: Dann kommt manchmal so eine Antwort, ja soll ich oder darf ich nicht mehr emotional sein und das ist aber gar nicht der Punkt oder?

00:05:08: Ne, überhaupt nicht.

00:05:09: Es geht gar nicht darum, seine Gefühle zu unterdrücken, ganz im Gegenteil, oder so zu tun, als wären die nicht da.

00:05:15: Leute, ich begegne mich auch immer mal wieder, die mit hochrotem Kopf und aus den Ohren dampfend sagen... Nein, ich bin nicht wütend und mich regt das gerade gar nicht auf.

00:05:24: Das ist überhaupt nicht das Ziel, sondern eben zu merken, ich muss darauf aber nicht sofort reagieren.

00:05:31: Also kann ich, muss ich aber nicht.

00:05:32: Es gibt Alternativen und ich finde, das ist so die eine der zentralen Erkenntnisse.

00:05:37: Es gibt eine Alternative und das finde ich.

00:05:41: ist im Alltag manchmal wirklich schwer zu verstehen, beziehungsweise schwer vorstellbar.

00:05:46: Ja, es erfordert ein bisschen Training.

00:05:48: Das kommt ja noch dann, also geht das Training ja weiter.

00:05:51: Also die erste Fähigkeit ist, die Fähigkeit in einen inneren Abstand zu kommen.

00:05:55: Also ein Zeitraum zu schaffen zwischen dem Trigger und der eigenen Reaktion da drauf.

00:06:00: Aber dann kommt natürlich auch die Frage ja, was tue ich denn jetzt, wie verhalte ich mich denn?

00:06:05: Was würde der Mensch, der ich gerne sein möchte in diesem Moment tun?

00:06:07: und da helfen dann die Werte weiter?

00:06:10: Es hilft aber auch so etwas wie eine Akzeptanz weiter, dass ich mit meinen schwierigen Gedanken und Gefühlen einen Umgang finde, also in der Lage bin das selber zu akzeptieren.

00:06:18: All diese Dinge, die wir auch schon besprochen haben, aber also das wie gesagt aus meiner Sicht das zentrale Thema, bei dir jetzt also das Thema des Anspruchs, was für mich eben auch eng mit diesen Werten zu tun, dann wichtiger Aspekt und das andere ist diese Fähigkeit in den Abstand zu kommen.

00:06:34: Ich versuche den Trainingsteilnehmern immer so diesen Praktisch, also wenn wir nochmal erinnern, werte Matrix rechts unten, so diesen Punkt so als so ein Referenzwert zu beschreiben und da können, da passen ja alle möglichen Sachen rein so, ne?

00:06:47: Also und wenn jemand gerne praktisch in die Selbstreflexion einsteigen will, was ja letzten Endes die Grundlage auch für Selbstführung oder Selbstmanagement ist, dann Kann das ja nur funktionieren, wenn ich auch einen Referenzwert habe, den ich kenne.

00:07:05: Also wogegen soll sonst meine Reflexion erfolgen.

00:07:07: Und aus meiner Sicht passt halt, also passen Werte wahnsinnig gut rein, da passt so dieses Thema.

00:07:15: Wo soll die Reise hingehen?

00:07:16: Da passen vielleicht auch Ziele für bestimmte in bestimmten Bereichen rein und so weiter.

00:07:21: Genau, die Technik des Visionings, also so ein eigenes Erfolgsbild zu beschreiben, gehört dazu solche Dinge.

00:07:27: Ja, sehr gut.

00:07:28: Das ist der Anspruch und die Fähigkeit, den Abstand zu kommen, braucht es, um überhaupt diesen Anspruch reflektieren zu können.

00:07:34: Also, um eben auch die Alternativen im eigenen Handeln zu entdecken.

00:07:39: Und das übergeordnete Wort, was man dafür finde ich gut verwenden kann, ist Flexibilität.

00:07:44: Also, wie werde ich in meinem Verhalten als Führungskraft flexibler?

00:07:47: Also, wie gelingt es mir, auf mein automatisches Inleben vielleicht anders als bisher zu reagieren, meinen repertoire zu erweitern?

00:07:54: Und da haben wir ja sehr viel in unseren Folgen auch immer wieder zugemacht.

00:07:57: Was können wir denn eigentlich tun?

00:07:59: Und da sind Werte einfach ein guter Ausgangspunkt.

00:08:03: Also, die zentralen Aspekte jetzt in der Selbststellung ist aus unserer Sicht.

00:08:08: Dann haben wir den zweiten großen Block, das Thema motivierende Kommunikation.

00:08:13: Und das ist übrigens unsere erfolgreichste Folge auch, nämlich die Folge Nummer sieben.

00:08:18: Und ich hatte ja den Titel, wie sie fast jeden in sieben Minuten motivieren.

00:08:21: Also sie doppelt sieben.

00:08:24: Und ja, die ist, wird auch immer noch tatsächlich oft runtergeladen.

00:08:29: Das scheint so ein Wunsch dahinter zu sein, so, ja, wenn wir das gelingen, das wäre cool, oder?

00:08:33: Naja,

00:08:34: das ist ja so, also ich finde, kann sich keiner von frei machen, dass man da so einen Wunsch hat, dass das gelingen möge, so James Bond-mäßig, wenn es sich passt, dann auch total gut dazu.

00:08:47: Ja,

00:08:49: jemanden hat

00:08:49: zu bringen, seine Bereitschaft zu erhöhen bzw.

00:08:53: seine Motivation zu finden.

00:08:54: Das ist eine spannende Aufgabe.

00:08:57: Ja, und das ist auch schon, finde ich, der zentralen Aspekt dazu.

00:09:00: Also, einerseits scheint es ein Engpass zu sein.

00:09:03: Also, das heißt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen nicht immer das, was ich mir wünsche als Führungskraft von ihnen.

00:09:08: Also, meine Erwartungen sagen wir dann, die oft werden irgendwie nicht erfüllt.

00:09:11: Und ich frage mich jetzt, wie bringe ich sie dazu?

00:09:14: Und das ist ja schon genau richtig gesagt, durch äußeren Druck in der Regel nicht.

00:09:18: Wir sagen immer wieder, Appelde bringen nichts, sondern in dem Mitarbeiter und Mitarbeiter ihre intrinsische, ihre innere Bereitschaft, die intrinsische Motivation erhöhen.

00:09:27: Und dabei kann die Führungskraft ja bestenfalls helfen.

00:09:30: Das kann sie aber nicht bestimmen.

00:09:32: Ja.

00:09:33: Und das ist eine, finde, das ist ein Arbeitsfeld.

00:09:36: Für viele Führungskräfte, denen ich begegne, ist das ein echtes Arbeitsthema.

00:09:43: quasi zurückzunehmen, in so eine Haltung zu kommen, dass die eigenen Gründe, die man ja logischerweise hat für bestimmte Themen, die eigene Überzeugung, die eigenen Aspekte, die dafür sprechen, das auszuhalten, dass jemand anderes, die vielleicht so gar nicht empfinden kann oder muss, dass ich ihn also davon gar nicht überzeugen muss, sondern dass darum eben geht, jemanden dabei zu helfen, seine eigenen Gründe dafür zu finden.

00:10:12: Genau, das ist sehr, sehr schwierig, glaube ich, das zuzulassen.

00:10:15: Aber die Belohnung dafür, die ist halt umso größer.

00:10:18: Denn wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre eigenen Gründe für eine Veränderung entdecken, dann wirkt das unglaublich stark.

00:10:25: Ja, und dazu fällt mir auch immer ein, ihr freien nach unserem Pinguin-Motor, erinnerst du dich noch an Uli Stein, diese... Comics, die der immer gemalt hat, da sitzen ganz viele Pinguiner auf so einer Eisscholle und halten alle so ein Dagegenschild hoch.

00:10:44: Darüber spreche ich tatsächlich häufig zu diesem Thema mit Führungskräften, weil ich sage, das ist wirklich selten.

00:10:49: Also ich will sagen, das passiert eigentlich nicht.

00:10:51: Niemand ist, also schon der Gruppe auch nicht, gegen alles und gegen jedes Argument, also so dieser Gedankewiderstand.

00:11:00: findet eben im Moment statt, der hat aller Wahrscheinlichkeit nach, was mit mir zu tun, wenn jetzt jemand war ein Gegenüber, gerade eben nicht das mitmacht oder überhaupt dem folgt, was ich mir gerade wünsche oder was ich gerade vorgebe, so zu erkennen, ja, das könnte, die Lösung könnte in mir liegen.

00:11:18: Also ich möchte eigentlich etwas von meinem Gegenüber und der Schlüssel liegt bei mir, nämlich, dass ich eine andere Form der Ansprache wähle.

00:11:25: Ja, man könnte auch sagen, also meine Haltung auch ein Stück weit verändere.

00:11:28: Genau.

00:11:29: Weil natürlich, also das höre ich bei Führungskräften ab und zu.

00:11:31: Ich habe so unglaublich schwierige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:11:34: Und dann hört sich das manchmal so an, als wäre diese Führungskräfte ihr einzig auf der Welt, bei der das so ist.

00:11:39: Und es hört sich nicht sofort so an, dass das was mit ihr zu tun hat, sondern die sind einfach so, die sind schwierig.

00:11:45: Und du sagst ja eben gerade, das ist ein situativ bedingtes Verhalten.

00:11:49: Das ist also der Situation geschuldet.

00:11:51: bei der die Führungskraft ein Teil davon ist.

00:11:53: Sie muss nicht die Ursache dafür sein.

00:11:55: Die liegt ja eh meist in uns selber für irgendwelche bestimmten Verhaltensweisen.

00:12:01: Aber sie könnte ein Auslöser sein, sie könnte vielleicht den Rahmen ungünstig gestaltet haben, was auch immer.

00:12:06: Also die Führungskraft hat auf jeden Fall ein Anteil an dieser Situation.

00:12:10: Ja, genau.

00:12:11: Und da sprichst du aus meiner Sicht einen super, super wesentlichen Punkt an, nämlich dieses Haltungsthema.

00:12:17: Ich werde nämlich ganz oft mit der Frage konfrontiert, ja, diese ganzen Kommunikationshilfsmittel oder auch Frage-Techniken oder so, ja, sind die nicht eigentlich manipulativ.

00:12:29: Also... versuche ich dann nicht trotzdem, auch wenn sie freundlich klingen oder irgendwie nett gesagt sind, trotzdem jemanden eigentlich davon zu überzeugen, das zu machen, was ich will.

00:12:40: Und meine Antwort darauf ist immer genau das, was du eben angesprochen hast.

00:12:45: Naja, wenn ich grundsätzlich glaube, dass um mich rum quasi nur Deppen unterwegs sind und ich die einzige oder der einzige bin, der die richtige Lösung kennt und alle mögen bitte doch das machen, was ich sage, weil ich weiß die gute Lösung doch schon.

00:12:58: Ja, dann kann ich mir aus meiner Sicht jegliche auch freundliche Kommunikationsart eigentlich sparen, weil dann wird sie nicht funktionieren oder mit großer Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren.

00:13:07: Wir haben feine Antennen dafür, ob das jemand ernst meint und das hat was mit unserer Haltung zu tun.

00:13:12: Also wenn ich tatsächlich neugierig bin, Interesse daran habe, dass Leute eben ihre eigenen Beweggründe finden, motiviert sind und so weiter.

00:13:21: Dann wird, also habe ich auch eine große Chance, dass, keine Ahnung, wir haben über Pantalon gesprochen, funktioniert, wir haben über drei Ws des Feedbacks gesprochen, dass das tatsächlich eine Wirkung erzielt.

00:13:35: Anders wird es aus meiner Sicht schwierig.

00:13:37: Sehr, sehr gut.

00:13:38: Das sind ja, kann man sagen, wirklich schon die zentralen Aspekte in diesem Bereich Kommunikation gewesen.

00:13:43: Wir nennen das motivierende Kommunikation und haben da ja einen Methoden-Mix zusammengestellt, der in so unterschiedlichen Richtungen kommt.

00:13:51: Also dieser Arzt Michael Pantherlond mit seinen Fragen, um die Bereitschaft zu erhöhen.

00:13:56: Wir haben Teile aus der sogenannten gewaltfreien Kommunikationen genommen.

00:14:00: Begriff, der eigentlich sehr schwierig ist.

00:14:02: Aber da hat sich nun mal dafür etabliert für auch ein Perspektivwechsel, sich mal die Schuhe des anderen zu stellen.

00:14:08: Wir verwenden Werte als ein Instrument in der Kommunikation.

00:14:11: Also wir haben da so verschiedene Dinge zusammengebracht und alles dient dazu, einmal die innere Bereitschaft zu erhöhen und auch einen Umgang mit Widerstand zu finden.

00:14:20: Das ist schon auch ein Thema für Führungskräfte immer wieder.

00:14:23: Na klar,

00:14:24: also.

00:14:25: Also ich will es nicht sagen, es geht kein Tag ohne Widerstand, aber das ist ja schon was, was ja, ich sag mal, Alltag ist.

00:14:33: Also, dass man irgendwas eine Idee reinbringt, einen Plan hat oder irgendeine Neuerung hat und die Leute nicht alle sofort juhu schreien und irgendwie konfiniert ausstreuen und sagen, das ist die beste Idee ever, machen wir jetzt mal.

00:14:46: Also, glaube ich, das ist Führungsalltag, damit einen Umgang zu finden.

00:14:50: Ich

00:14:50: finde, da haben wir auch eine schöne Folge zugemacht, weil wir ja mal eine Anfrage bekommen hatten, nachdem eine Teilnehmerin oder Hörerin eine unserer Techniken ausprobiert hat und gesagt, das funktioniert irgendwie nicht.

00:15:02: Und dann habe ich sie einmal nachgefragt und erstellte sich raus, dass sie da ein Mitarbeiter hat, der aus ihrer Sicht unkündbar ist, war eine halböffentliche Einrichtung.

00:15:10: Also es war wohl auch sehr schwer, den Mitarbeiter irgendwie kündigen zu können.

00:15:13: Und da haben wir die Folge drauf gemacht, wie sie unkündbare Mitarbeiter motivieren.

00:15:19: Da gehen wir noch mal darauf ein, dass die Haltung, und da greift es ja unser erstes Thema Selbststörung und Kommunikation ineinander, dass also meine Haltung als Führungskraft natürlich auch bestimmt, wie ich mit dem anderen kommuniziere.

00:15:30: Also nehm ich an, der will sich gar nicht verändern oder der ist schwierig, dann verhalte ich mich anders als wenn ich denke, wow, was hat er für ein Potenzial, das ist ein leistungsbereiter Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin, das ist toll mit ihr zu arbeiten, bringt Spaß und so weiter.

00:15:43: Das macht schon viel aus.

00:15:45: Ja oder das eben, ich sage jetzt mal eine kritische Nachfrage durchaus auch an manchen Punkten hilfreich sein kann, weil vielleicht habe ich ja tatsächlich oder haben wir Punkte nicht bedacht und so weiter.

00:15:54: Also es ist ja nicht per se, nur weil jemand Kritik äußert oder eben nicht sofort dabei ist negativ.

00:16:01: Also hilft ja auch dahinter zu kommen, was hat das vielleicht für ein Zweck, was nützt es uns?

00:16:06: Ja.

00:16:08: Das ist übrigens auch die Schnittstelle, wie soll man sagen, ein kleiner Abstecher mal, dass ja Führung auch wahnsinnig viel mit Beziehung zu tun hat und deswegen lassen sich die Dinge auch auf persönliche Beziehungen übertragen.

00:16:22: Also ich finde, die Instrumente, die wir so haben, die nutzen nicht nur der Führungskraft im beruflichen Kontext, jedenfalls ist das, was wir immer wieder hören, oder?

00:16:29: Nee, überhaupt nicht.

00:16:30: Und ich rate auch oftmals dazu, das mal privat einfach zu üben, weil na klar, ne?

00:16:36: Also die Frage ist ja immer, wie wende ich das an?

00:16:39: und dann auch vielleicht so ein bisschen manchmal die Angst oder der Zweifel, was sagten jetzt da so Mitarbeiter zu mir, was wieder bei irgendeinem Seminar, was wissen das jetzt für ein komischer Grab und so, ne?

00:16:48: Also das sind ja alles Sachen, die so in den Köpfen auch rumspucken.

00:16:52: Und ich finde, um da so ein bisschen so eine... So eine Routine und für sich so ein bisschen so eine Gelassenheit zu entwickeln, hilft es natürlich auch privat anzuwenden.

00:16:59: Und ja, die Rückmeldung kommt immer wieder.

00:17:03: Das hilft ja, das ist irgendwie ein ganz anderes, ganz andere Stimmung auch mal bei einem kritischen Thema zu Hause oder vielleicht das Kind, was sich doch entscheidet, plötzlich Hausaufgaben machen zu wollen, weil da gerade irgendwie eine ganz spitzen Idee entwickelt wurde, warum das gut sein könnte.

00:17:22: Genau, also auch da funktioniert das wahnsinnig gut.

00:17:26: Okay, das sind die also die ersten beiden Blöcke und du hattest ja den dritten Block nennt das Thema Kooperation und ich hatte noch Team Entwicklung gesagt, also das ist die dritte Stufe.

00:17:37: Also aus meiner Sicht die schwierigste, ich weiß nicht wie sie das tut.

00:17:40: Ja, also es ist natürlich aus meiner Sicht die Herausforderste, weil es eben nicht nur um einen selber geht.

00:17:47: In den beiden eben genannten Blöcken ist man selber so der Initiator, der Schlüssel, derjenige oder diejenige, die sofort was verändern kann, die sofort einen Einfluss nehmen kann.

00:17:59: Und beim Thema Team Weiterentwicklung, Team Entwicklung, wie auch immer.

00:18:04: Na ja, da bin ich jetzt auf Mitarbeit angewiesen.

00:18:07: Also ganz klassisch, da brauche ich Leute zu.

00:18:11: Da bin ich für mich schon bei diesem ersten Kerngedanken in dem Thema.

00:18:15: Also so Team Erfolg.

00:18:17: Ich versuche das immer so zu erklären.

00:18:18: Die Energie, die in so einem Team da ist, soll sich doch bitte auch auf die erfolgreiche Erledigung von gemeinsamen Zielen ausrichten und eben nicht weggehen durch irgendwelche Unklaren Absprachen oder Missverständnisse.

00:18:29: Also Team Erfolg braucht einen Rahmen und den kann ich aus meiner Sicht als Führungskraft stecken.

00:18:36: Den kann ich setzen, aber die Ausfüllung, die inhaltlichen Details und diesen Rahmen, um eben am Leben zu erhalten, das funktioniert nicht alleine.

00:18:46: Dafür brauche ich dann tatsächlich mein Team.

00:18:48: Und das ist herausfordernd an unterschiedlichen Stellen.

00:18:52: Ja, und das ist also der Bereich, wo ich immer wieder das Gefühl habe, dass wir da den Führungskräften am meisten auch tatsächlich wissen vermitteln können.

00:18:59: Wenn man in der Selbststeuerung oder in der Kommunikation oft von diesen Konzepten schon gehört hat, ist es mir noch nie passiert, dass jemand Elinor Ostrom kannte, also die Soziologin und Forscherin, die ja das Thema Kooperation aus unserer Sicht wahnsinnig stark geprägt hat und deren Ansätze wir verwenden, wie man in einem Team mehr Kooperation erzeugen kann.

00:19:20: Und da fand ich mal, also für mich so ein Kerngedanken, das Wissen darum, was ich als Führungskraft tun kann, tatsächlich auch Verhalten verändern kann.

00:19:29: Stimmt.

00:19:30: Ja, absolut.

00:19:31: Geht mir übrigens genauso.

00:19:32: Ich bin auch noch nie jemanden begegnet, der ihre Teamprinzipien irgendwie im Detail kannte.

00:19:38: Vielleicht hat schon mal, also wirklich vielleicht einer von zwei Hundert, hat mal von Eleanor Ostrom gehört, aber inhaltlich eben nicht.

00:19:45: Und das... aus meiner Sicht immer noch ein mega geniales Instrument und wirklich ein großartiges Diagnosetool.

00:19:51: Wenn es irgendwie knirscht im Team und das tut es ja an unterschiedlichen Stellen, ist ja immer die Frage, was mache ich jetzt?

00:19:57: Also wo genau konkret können wir daran arbeiten?

00:20:00: Welche Fragen kann ich stellen?

00:20:01: Was ist denn jetzt zu tun?

00:20:02: Das ist immer wieder eine Frage, die ich zumindest höre.

00:20:05: Und da liefern diese acht Teamprinzipien, finde ich, eine mega gute Möglichkeit genau.

00:20:12: ins Detail gehen zu können und eben konkret an bestimmten Punkten im Team arbeiten zu

00:20:16: können.

00:20:17: Ja, ich glaube, da haben wir schon ein Programm für unsere zweite Staffel, weil ich finde, jedes diese acht Team-Prinzipien hätte schon eine eigene Podcast-Folge verdient.

00:20:23: Ja, stimmt.

00:20:24: Und das ist wahnsinnig stark.

00:20:27: Und sie hat hier relativ wenig geschrieben, die Elinor Ostrom, sie hat sehr viel geforscht, aber es gibt letztendlich nur einen Buch von ihr, Governings the Comments auf Englisch oder wie heißt es auf Deutsch fast gar nicht.

00:20:38: Das ist jedenfalls der Umgang mit den Almendel, das sind die Gemeingüter.

00:20:42: Die Tragöde

00:20:42: der Almendel.

00:20:43: Nee, das war von dem Garrett.

00:20:45: Nee, der Artikel, der heißt anders.

00:20:48: Alles egal.

00:20:49: Reichen wir den schonendutz nach.

00:20:51: Also Elinor Ostraum jedenfalls großartig, weitgehend unbekannt und sie beschreibt mit ihren acht Prinzipien.

00:20:57: Was ist für einen Rahmenbrauch, der mit Kooperation entstehen kann?

00:21:01: Und das kann man tatsächlich wie eine Checkliste durchgehen und sagen, woran hängt es?

00:21:04: Ja, ist es zum Beispiel das Thema, dass Konflikte bei uns nicht schnell gelöst werden, weil wir da kein vernünftiges Vorgehen haben?

00:21:11: Geht es unserem Team vielleicht nicht fair zu, weil wir für gleiche Leistungen sehr unterschiedlich honorieren?

00:21:17: Ist es das Thema, dass das Team mit bestimmten Dingen nicht involviert ist in Entscheidungen und so weiter?

00:21:21: Also beschreibt sie großartig.

00:21:22: Wir haben dazu gleich am Anfangstunde Folge gemacht.

00:21:26: Ich glaube, die vierte Folge war es, wo wir über Elinor Ostrom und die Werte im Team gesprochen haben.

00:21:32: Also, das ist, finde ich, die großartigste Erkenntnis.

00:21:35: Und da gibt es dieses eine Buch, wo das dann auf jede Art von Team übertragen wurde.

00:21:39: Elinor Ostrom hat ja zu den Gemeingütern geforscht, also Gütern, die irgendeiner Gemeinschaft kostenlos zur Verfügung stehen, wie was weiß ich, Wasserquellen, Fischbestände, Wälder oder sowas.

00:21:49: Und der Pro-Social-Ansatz heißt auch das Buch von Paul Atkins.

00:21:54: beschreibt, wie man das auf jede Art von Team übertragen kann.

00:21:56: Und wir sind, glaube ich, in Deutschland mit zu die ersten Prostocial Facilitators geworden.

00:22:01: Stimmt.

00:22:03: Bei Paul selber den Kurs dazu dann gemacht und so.

00:22:05: Und das hat uns in unserer Arbeit wahnsinnig geholfen.

00:22:10: Ja, das sind im Prinzip schon diese drei Kernbereiche gewesen, was wir versucht haben, Führungskräften zu vermitteln anhand von Beispielen, an Erzählungen oder auch einfach in unserem gemeinsamen Austausch, der immer großartig war.

00:22:23: Vielen, vielen Dank dafür.

00:22:25: Ich danke dir, Stefan.

00:22:26: Also

00:22:26: wirklich super.

00:22:27: Und auch vielen Dank an Birgit Eschbach, die uns das alles hier ermöglicht hat, die mich überhaupt erst zum Podcast gebracht hat.

00:22:34: Und super.

00:22:36: Also Studio Venezia, die allererste Adresse für Podcastproduktionen in Deutschland.

00:22:42: Und wir überlegen schon, wie wir die Staffel zweigestalten.

00:22:44: Wir erlauben uns jetzt mal eine kleine Pause, eine Verschnaufpause und dann wird es mit voller Kraft weitergehen.

00:22:51: Vielleicht gibt es ja Wünsche und Bedarfe der Hörerinnen und Hörer, womit wir vielleicht ins Detail gehen könnten oder überhaupt mal ein Thema aufmachen.

00:23:02: Ja, genau.

00:23:02: In den Shownotes ist ja immer wieder unsere Mail-Adresse und unsere Kontaktdaten da.

00:23:06: Also meldet euch gerne.

00:23:08: Ja, vielen Dank.

00:23:10: Bleibt uns gewogen, bleiben Sie uns gewogen.

00:23:12: Vielen Dank, liebe Kathleen.

00:23:13: Und dann bis bald.

00:23:14: Ich würde sagen, ja, danke dir, lieber Anführer Pinguine.

00:23:17: Ich freue mich auf die nächste Scholle.

00:23:20: Bis bald.

00:23:21: Bis bald.

00:23:26: Vielen Dank, dass Sie mit uns abgehoben sind.

00:23:28: Wir hoffen, Ihnen hat der Flug mit Pinguine im Cockpits gefallen und Sie konnten spannende Eindrücke mitnehmen.

00:23:34: Um auf Kuss zu bleiben und keinen unserer kommenden Staats zu verpassen, abonnieren Sie unseren Podcast und bleiben Sie immer am Steuer Ihres Erfolgs.

00:23:43: Bis zum nächsten Mal und stets guten Flug!

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